Retina BLT Z3
Die Grafikkarte Retina BLT Z3 von MacroSystem ist eine Weiterentwicklung der Retina Z2. Sie kann nur in Amiga`s mit Zorro III Slots verwendet werden, also dem A3000 (T), A4000 (T), sowie A1200 mit ZorroIII-Busboard und CPU-Karte.

Die Retina Z3 gehörte 1994 zu den leistungsfähigsten Grafikkarten für den Amiga. Ihr Preis war auch dementsprechend. Für die grosse Version mit 4MB RAM-Speicher musste der Amiga User Ende 1994 ca. 900.-DM (ca. 450 Euro) hinblättern.
RetinaZ3
Die Retina Z3 ist je nach Ausbaustufe mit max. 4MB 32-Bit RAM bestückt und kann über die mitgeliefert Treiber-Software RetinaEmu betrieben werden. Die letzte veröffentlichte Version war 2.3, wobei es auch eine 2.4Beta gibt. Diese Treiber sind in Verbindung mit der VLab-Digitizer Software aus gleichem Hause interessant. Diese kann dann im 24-Bit Modus genutzt werden.

Da im Grafikbereich heutzutage jedoch diese Workbench-Emulation nicht mehr zeitgemäß ist gibt es auch durch aktuelle RTG-Software Unterstützung. Ein Betrieb ist unter Picasso96 oder CyberGFX  möglich. Damit kann die Karte ohne Probleme mit jeder aktuellen Software (die wählbare Bildschirme unterstützt) betrieben werden.
Technische Daten MacroSystem BLT Z3
Grafikchip Symbios Logic (NCR) 77C32BLT
Farbtiefe 24-Bit (16,7 Mio-Farben gleichzeitig)
Auflösung 1900 x 1426 Pixel
Bildfrequenzen max. 80Hz möglich
75Hz bei 1024x768 Pixel
56Hz bei 1280x1024 Pixel
RAM 1 MB mit 1MBit-ZIP-RAM`s (Typ 414256)
4 MB mit 4MBit-ZIP-RAM`s (Typ 414400)
mindestens 70ns Zugriffszeit
Systemvoraussetzungen Amiga mit Zorro III-Bus
1MB Chip-RAM und 4 MB Fast-RAM
Festplatte
VGA-Bildschirm
Amiga OS2 (ab Kick V37.175 / Workbench V37.67)
Die Retina BLT Z3 hat einen Sockel für Erweiterungen. Eine davon ist der "V-Code Retina BLT Z3". Dieses Modul ermöglicht eine Signalausgang als FBAS oder S-VHS. Sobald ein Videofähiger Modus erkannt wird, kann man die Ausgabe auf den Ausgängen abgreifen.
FBAS-Modul
Retina+FBAS
Das obere Bild zeigt das Modul einzeln. Unten ist es auf dem Video-Modul-Steckplatz. Den "V-Code" gab es laut Handbüchern auch als Zorro-Steckkarte (V-Code Amiga) und als externes Modul für die Retina Z2, direkten Amiga-Videoausgang und andere Grafikkarte (V-Code extern).